Leffe und Hoanzelbeng: Kursleiter Tilman Greiner

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Wer sich etwas mit Grünholzbearbeitung beschäftigt wird unweigerlich auf Tilman stossen. Er ist einer der Pioniere der jüngeren Generation von Grünholzwerkern in Deutschland.

Seit gut 15 Jahren beschäftigt er sich mit dem Bau von Möbeln aus frischem Holz. Inzwischen hat er sich auf Stühle und Truhen spezialisiert und hat dabei unzählige Stunden hinter der Wippdrechselbank und auf der Schnitzbank (Hoanzelbeng) zugebracht. Neben den Auftragsarbeiten ist Tilman auch auf vielen Märkten Landauf, Landab an zu treffen. Zusätzlich bietet er verschiedene Kurse an. Auf einem dieser Kurse ist meine eigene Schnitzbank entstanden.:-)

Tilman wird uns an beiden Tagen an diesem gesammelten Wissen teilhaben lassen und zeigen welches Werkzeug in der Grünholzbearbeitung zum Einsatz kommt und worin sich ihre Anwendung und andere spezielle Grünholztechniken von der klassischen Massivholzbearbeitung unterscheiden.

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Leffe und Hoanzlbeng: Programm

Liebe Grünholzbegeisterte,

hier endlich das Programm für unsere gemeinsamen zwei Tage.

Vorneweg noch einige wichtige Informationen.

  • Teilnahme nur nach vorhergehender Anmeldung unter leffeundhoanzl@mnet-online.de
  • Wir nutzen das Gelände des Jexhof daher zahlen alle Teilnehmer den regulären Museumseintritt.
  • nur für die Einsteigerkurse am Samstag stellen wir Werkzeug zur Verfügung
  • Unkostenbeitrag pro Kurs und Person 10,- €

Programm Samstag 9.07.2016
10:00 Uhr    Begrüssung
11:00 Uhr    Workshop I (Umgang mit dem Schnitzmesser) – Frederik
11:00 Uhr    Workshop II (Umgang mit der Axt) >> Englischsprachig << – Karel
13:00 Uhr    Mittagspause
14:00 Uhr    Workshop III (Umgang mit der Axt/Schnitzmesser je nach Bedarf) – Werner
14:00 Uhr    Vorführung: Werkzeuge, Gerätschaften, Techniken  – Tilman
17:00 Uhr    Ende

Programm Sonntag 10.07.2016
10:00 Uhr   Beginn
11:00 Uhr    Workshop I (Gestaltung eines Esslöfels) – Werner
11:00 Uhr    Vorführung: Werkzeuge, Gerätschaften, Techniken – Tilman
13:00 Uhr    Mittagspause
14:00 Uhr    Workshop III (faceted Teaspoon)  >> Englischsprachig << – Karel
14:00 Uhr    Workshop II (alpenländisches Kerbschnitzen) – Frederik
16:00 Uhr    Spoonclub
17:00 Uhr    Ende

Für unsere Camper noch ein Hinweis:
Da Sanitäre Einrichtungen nur während der Öffnungszeiten des Museums  zur Verfügung stehen haben wir uns entschieden ein DIXI auf stellen zu lassen. Wir bitten daher um Kostenbeteiligung.

Bei Fragen oder Unklarheiten bitte ungeniert an uns wenden.

 

Leffe und Hoanzlbeng: Kursleiter Karel Hekrle

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Karel Hekrle, ein aus der Tschechischen Republik stammender Löffelschnitzer, wird uns als Kursleiter unterstützen. Ich lernte ihn am 2013er Spoonfest in Edale kennen. Schon damals war er ein sehr guter Schnitzer. In der Zwischenzeit hat er sich immer mehr in die Materie vertieft und sich unter anderem auf (Tee)Schäufelchen und Kuksas spezialisiert.Seinem freundlichen Lächeln kann man sich schwerlich entziehen und bei einer Tasse Tee entspinnt sich schnell ein Gespräch über, na was den wohl ?:-)

Am Samstag zeigt er wie man sicher mit der Axt aus einem gespaltenen Stück Holz einen Rohling herausarbeiten kann.

Am Sonntag wird er in ein fortgeschrittenes Thema einsteigen und sich mit den Kursteilnehmern der Herstellung eines facettierten Teelöffels widmen. Diese kleinen Löffel sind recht zügig her zu stellen, erfordern aber bereits eine gute Kenntnis der Werkzeuge um ein sauberes Ergebnis zu erzielen. Unten ein Beispiel von seinem Blog

 

Leder flechten, die En­zy­k­lo­pä­die

Mich begleitet das Lederflechten schon sehr lange und in der Zwischenzeit kann ich brauchbare Ergebnisse vorzeigen.

Bei mir ging der Weg über viel Üben, Leder verschneiden und häufig wieder neu anfangen. Massgeblich beteiligt an dem Lederflechteerfolg war allerdings ein umfangreiches Werk in dem die Bücher und Artikel von Bruce Grant (+1977) zusammengefasst wurden.

In diesem Buch werden von einfachen dekorativen Knoten und Kantenumflechtungen, über Gürtel, Gerten und Lasso bis hin zum Zaumzeug vielfältige Anwendungen und Anregungen aufgezeigt. Es wird nicht nur auf das gegerbete Leder eingegangen,auch die Besonderheiten des Flechtens mit ungegerbter Haut, Rohhaut, werden berücksichtigt.

Die Illustrationen und Anleitungen sind sehr ausführlich und helfen dem Flechter  ausgezeichnet an das erwünschte Ziel zu gelangen. Je komplexer die Arbeiten werden, desto häufiger muss man das geschriebene Wort berücksichtigen und kann sich nicht nur mit der Zeichnung behelfen. Das heisst, dass man beim Erwerb dieses Buches recht gut Englisch können muss um das volle Potential aus zu schöpfen.

Jedem der sich vertieft mit dem Lederflechten auseinandersetzten will kann ich dieses Buch guten Gewissens empfehlen. Er wird bei jeder Verwendung neue Anregungen und Lösungsansätze finden.

Leider konnte ich noch kein Buch in der Qualität auf deutsch ausfindig machen. Über Hinweise bin ich dankbar.

PS:
Einige Projekte benötigen für die Flechtriemen sehr viele Löcher. Deshalb noch ein kurzer Hinweis auf meine absolute Lieblingslochzange deren Anschaffung auch schon bei wenigen Einsätzen im Jahr rentiert.
Internetsuche unter: Hebel Revolverlochzange