Kerbschnitzen / chip carving

Mich hat der Kerbschnitzvirus wieder ein mal gepackt.
Auf einem Löffel zu schnitzen finde ich deutlich anspruchsvoller als auf einer grösseren Fläche. Allein schon das Halten des Werkstücks ist nicht ganz einfach. Die grössere Herausforderung ist für mich jedoch die Gestaltung der Fläche. Auf diesem kleinen Raum wirken Muster ganz anders als z. B. auf einem Frühstücksbrett. Sehr schnell kann man die Fläche überladen.

Ein neues Gebiet in dass ich mich vortaste, ist dass personalisieren mit Namenszügen. Besonders beliebt sind dabei meine langstieligen Löffel die zum Teil zur Geburt verschenkt werden. Ich finde es genial wenn kleine Knirpse mit einem Holzlöffel gefüttert werden. Was ist dagegen schon ein schnöder Kunststoff- oder Metalllöffel. :-D

Löffel schnitzen in Namibia / Carving spoons in Namibia

Im Februar durfte ich wieder einige Tage in Namibia verbringen. Mit dabei waren natürlich auch einige kleine Werkzeuge, denn so einfach lässt man sich ja nicht die Gelegenheit neues Holz aus zu probieren entgehen.

Als wir ankamen war es zum Glück nicht so heiss wie ich es in der Jahreszeit bereits erlebt hatte. Aber alle Einwohner warfen immer wieder einen sehnsüchtigen Blick gen Himmel. In den meisten Teilen des Landes fiel bis dahin nur sehr wenig Regen, oder wie auf der Farm die ich besuchte gar kein Tropfen. So waren die vorherschenden Farben die des Winters, grau, braun und gelb. Nur mit wenig Grün der Büsche und Bäume durchsetzt und nicht wie in dieser Jahreszeit üblich ein sattes Grün. Zu meiner Freude durfte ich den ersten Regen dieses Jahres miterleben.

Nach einigen Tagen Akklimatisierung bin ich in den Busch gefahren und durfte mir dort etwas abschneiden. Dieses Mal wollte ich Holz von einem Hakkiesbusch auch Schwarzdorn (Acacia mellifera) genannt in einen Löffel umwandeln. Vorsichtig wurde also ein Ast abgetrennt und Weiterlesen

Reste für das Brennholz

Trotz des milden Winters ist es angesichts der aktuellen Wetterlage noch immer notwendig an Brennholz zu denken. Zum Glück fällt ja bei uns Holzwürmern immer wieder etwas ab das sich zum verheizen eignet.

Bevor ich aber diese Reste auf den Brennholzstapel legte sollte eine äusserst unpraktische Notlösung, die so trotzdem fast sechs Jahre Bestand hatte, verändert werden. Mein Kleinholzlagerplatz fiel mir immer wieder auf den Kopf, wenn ein Mindestbestand unterschritten wurde. Selber Schuld, ich könnte ja rechtzeitig für Nachschub sorgen…

Auf Dauer ist das jedoch kein Zustand und da in dem Restholz so einiges Brauchbares vorhanden war sollte etwas Standfesteres her. Im gleichen Atemzug wollte ich noch ein paar klassische Holzverbindungen an Wildholz ausprobieren. In dem Haufen befanden sich Eiche- und Kastanienstücke. Die Kastanie wurde aufgespalten (Kastanie lässt sich wirklich wunderbar spalten) und so hatte ich denn alle Rohmaterialien die nötig waren. Die Masse der Konstruktion standen nur grob fest und wurden immer wieder angepasst ;-)

Mit dem Ziehmesser wurden die Hölzer auf Mass gebracht. Obwohl die Kastanie sehr gerade gewachsen war konnte ich nur ein ungefähres Mass einhalten. Wenn man gewissen Stuhlbauern zuschaut ist da noch sehr viel Übungspotential vorhanden.

Die klassischen Verbindungen die ich ausprobieren wollte Weiterlesen

Das Werkzeug: Nachtrag zu den Löffelmessern

Hier ist der angekündigte Gastbeitrag. Autor ist Werner Fuchs.
In meinem Werkzeug Eintrag zu den Löffelmessern fehlte noch das eine oder andere. So lasse ich ihn gerne zu Wort kommen.
Viel Spass beim Lesen!

Als Frederik neulich seine Sammlung an Löffelmessern vorgestellt hat, habe ich zwar den einen oder anderen Kommentar zu weiteren Löffelmessern vermisst, aber ich bin überzeugt, dass zu den bei uns erhältlichen Messern ausreichend gesagt wurde – diejenigen, die mir fehlen sind entweder sowieso zu teuer (bzw. ihren Preis nicht wert) oder nur sehr schwer zu beschaffen, also eigentlich unwichtig …
Aaaaaaaaaber eines fehlt mir – das Löffelmesser, das für mich eigentlich unverzichtbar geworden ist – Nic Westermanns „Fawcett Blade“.
Wie so oft sind es hauptsächlich die Details, die aus einem guten Werkzeug ein herausragendes Werkzeug machen.
Für mich ist das zum einen der durchgehend konvexe Anschliff. Ich habe eine kleine Grafik erstellt, anhand derer man sich eigentlich gut vorstellen kann, warum beim Aushöhlen ein konvexer Anschliff das eindeutig bessere Ergebnis erzielen wird. Der flache Anschliff wird immer dazu neigen „Rattermarken“ zu hinterlassen, da das Messer nur schwer der erwünschten „Kurvenbewegung“ folgt. Der konvexe Anschliff hat hier deutlich weniger Probleme und hinterlässt ein deutlich besseres Finish.

Zudem ist die Innenseite der Klinge nicht plan sondern folgt der Form des Anschliffs (d.h. die Innenseite ist konkav), was das Schärfen wesentlich vereinfacht. Nachdem auch weniger Material abgetragen werden muss, geht’s auch noch wesentlich schneller.
Zum anderen ist der Radius für so ziemlich jeden Löffel brauchbar. Ich habe seit circa einem Jahr für meine Löffel kein anderes Messer mehr benutzt – das heißt es funktioniert für alle Größen zwischen Teelöffel und Schöpfer. Ich denke das könnte als vielseitig durchgehen.
Obendrauf gibt’s noch ein perfektes Finish – der Anschliff ist hochglanzpoliert und die Klinge wird wirklich extrem scharf geliefert.

Für mich gibt es aktuell nur zwei wirklich empfehlenswerte Löffelmesser. Meine Empfehlung für Anfänger und diejenigen, die nicht allzuviel Geld ausgeben wollen ist eindeutig das „Robin Wood“. Ich verwende es für meine Kurse und halte es nach wie vor für hervorragend. Allen, die etwas mehr ausgeben können würde ich aber das „Nic Westermann“ ans Herz legen; zwischen den Beiden liegen zwar keine Welten, aber Nics Messer ermöglicht ein besseres Finish …

Zum Schluß noch eine kleine Anmerkung – ein Messer ist bei dieser Klinge vollkommen ausreichend, man kann also getrost darauf verzichten ein Paar ( d.h. Rechts- und Linkshänder) zu kaufen. Ich bin zumindest bis jetzt mit meinen Rechtshänderklingen klar gekommen …

Macht’s gut
Werner

Images © Werner Fuchs

Kleinigkeiten

Dem einen oder anderen ist es sicher schon aufgefallen. Die Galerie wurde erweitert.
Hier könnt ihr nachsehen.

Hölzernes / wooden stuff

Hölzernes / wooden stuff


 

An dieser Stelle möchte ich euch auch die Auflösung von dem “Rätsel” geben das ich in diesem Beitrag  stellte.
♣ Obwohl Dominik es nicht vermutete war es tatsächlich ein Löffel von Werner Fuchs :-)


 

Des weiteren kann der, der lieber über “google +” agiert, über den unten stehenden Link auf meine dortige Seite gelangen.

Google+


 

Wie immer wünsche ich euch allen viel Freude am Stöbern auf meinem Blog.
Und auf den nächsten Beitrag dürft ihr auch wieder gespannt sein. Es ist wieder ein Gastbeitrag…

Projekt abgeschlossen

Endlich! Dieses Projekt begann als kleiner Lückenfüller und wurde dann zu einem Staubfänger, Im-Weg-rum-Liegen, Jetzt-keine-Lust Objekt. Immer von einer Kiste in die andere geräumt und doch nie fertig gestellt.

Als ich nach einer Anwendungsmöglichkeit für mein neues Interesse an Leinölfarben suchte, kam mir die glänzende Idee das Teil endlich zu einem guten Ende zu bringen.

Dazu kramte ich die Teile die ich vor ca. 2 Jahren aus Gelbholz geschnitzt hatte hervor. Natürlich vergass ich sie in ihrem aus-der-Kiste-Zustand zu fotografieren. Anhand eines Bildes aus dem Buch “Schnitzen” von Jögge Sundqvist könnt ihr sicher nachvollziehen wie ich beim Schnitzen vorgegangen bin.

Nach dem Trennen Weiterlesen