Schnitzkurs mit Fritiof

jezt sind tatsächlich seit Kurs und Spoonfest schon mehr als ein paar Tage ins Land gegangen, ohne dass ich etwas darüber verlauten liess. Gibt es nichts zu berichten? Nein, im Gegenteil! Ich habe so viel erlebt, dass ich einige Zeit brauchte alles zu verarbeiten. Jetzt, da sich alles gesetzt hat, kann das Berichten ja losgehen.

Am Tag meiner Abreise war das Wetter schon eine gute Einstimmung auf das was mich in England erwarten würde, dabei war es bei der Ankunft in Manchester sehr verheisungsvoll.

In Edale angekommen habe ich mich erst ein klein wenig im Ort umgesehen. Er liegt sehr schön eingebettet zwischen kargen Hügeln und Schafweiden. Ein Ort an dem man sich tatsächlich von der Welt abkoppeln kann.

Am Dienstag Nachmittag ging es mit dem Schnitzkurs mit Fritiof los. Nach der Begrüssung durch Robin Wood, hat Fritiof uns einige Grundlagen gezeigt. Unter anderem diverse Messergriffe und die Handhabung der Axt. Etwas worauf ich so schnell nicht gekommen wäre ist, dass es wirklich sehr gut geht das Messer zu stabilisieren bzw. still zu halten und dann das Werkstück zu bewegen (Foto). Im grossen und ganzen war der Tenor bei dieser Einführung; probiert so viel wie möglich unterschiedliche Messerführungen aus (natürlich immer auf Sicherheit achten) um der Einseitigkeit und somit Überbelastung des Körpers entgegen zu wirken.

Die nächsten zwei Tage waren geprägt vom Schnitzen eines schwedisch inspirierten Kochlöffels und eines Esslöffels. Der schwedische Esslöffel hat wirklich eine besondere, bei uns kaum gebräuchliche Form, von der sich aber sehr gut essen lässt. Wärend des Arbeitens gab es viele gestalterische und arbeitserleichternde Hinweise. Mir ist hier erst aufgefallen, wie verkrampft ich zum Beispiel meine Axt gehalten habe. Allein das Wippen mit der Fussspitze im Takt der Schläge gibt eine viel gelöstere Haltung. Als letztes Projekt sind wir einen Schöpfer aus einer Astgabelung angegangen. Ich habe mir dabei etwas viel vorgenommen und einen grossen Schöpfer aus Ahorn begonnen. Zum Glück kann man einen Löffel mitnehmen und zu Hause fertig schnitzen 🙂

In den Pausen gab es fast nur ein Gesprächsthema: Löffel! Wie kann es aber auch anders sein, wenn man überall Leute mit Kisten und Taschen voller Löffel sieht die es zu bewundern gilt. Auch das Mittagessen war immer ein Fest, erstens war das Essen sehr lecker und zweitens durften wir Schalen aus Robins Werkstatt nutzen. Zusätzlich hat uns Robin mit einer Auswahl seiner Löffelsammlung unser Essen schöpfen lassen. Es ist wirklich faszinierend, die verschiedensten Löffelformen ausprobieren zu können.

Am frühen Nachmittag ging unser Kurs zuende. Wie immer bei solchen Gelegenheiten meint man, dass es viel zu kurz war. Zu unserem Glück kam anschliessend das Spoonfest. Davon berichtet ein weiterer Beitrag …

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Ein Kommentar zu “Schnitzkurs mit Fritiof

  1. […] Prefest Kurs mit Fritiof Runhal 2013 […]

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