Goldregen regnet Löffel

Aus einem Stück Goldregen, den ich geschenkt bekam, sind die folgenden Löffel entstanden.

Sie sind alle in einem Abstand von ungefähr einer Woche entstanden. Als ich sie dann neben einander liegen sah, war ich selber über die Verschiedenartigkeit erstaunt.

Natürlich wurde ich auch schon auf die Giftigkeit von Goldregen angesprochen. Auf allen deutschen Seiten, die ich eingesehen habe, wird einhellig von einer Giftigkeit „in allen Teilen“ besonders aber von Schoten und Blüten gesprochen. Diverse Seiten aus Großbritannien legen nahe dass die Schoten und Blüten stark giftig seien, die anderen Teile aber nur schwach giftig.  Ich für meinen Teil, möchte keine potentiell giftigen Hölzer in meiner Küche haben. Und so werden diese Löffel wohl Zier­ge­gen­stand bleiben.

 

 

 

 

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7 Kommentare zu “Goldregen regnet Löffel

  1. Tobias sagt:

    Ich habe in dem Buch von Tove Yde »Grünholz schnitzen« gelesen, dass Eibe und Goldregen problemlos für Löffel verwendet werden können, die mit Lebensmitteln in Verbindung kommen.

    • Frederik sagt:

      Hallo Tobias,
      das Buch und seine Einschätzung kenne ich.
      Doch bin ich etwas vorsichtig geworden nachdem ich mit einem Ligusterlöffel die Erfahrung gemacht habe das ich einen pelzigen Mund bekam. Allerdings war da der Löffel noch relativ neu. Nach mehrmaligem Ölen und gutem durchtrocknen ist das nicht wieder auf getreten. In Zwischenzeit ist das einer meiner Lieblingslöffel.
      Das Holz vieler eigentlich giftigen Gehölze wurde für Esswaren verwendt. Wie Alexander in seinem Kommentar schon schreibt besteht sicher ein Unterschied zwischen frischem und getrocknetem Holz.
      Da muss jeder Schnitzer selbst entscheiden was er verwendet.
      Grüsse
      Frederik

      • Tobias sagt:

        Lieber Frederik,

        ich danke Dir für Deine Antwort. Ich hatte in dem Buch von Yde gelesen (…und das fällt nicht gleich ins Auge), dass er einen Wissenschaftler zu dem Thema giftige Hölzer befragt hat, seine Behauptung also wissenschaftlich gesichert ist. Kann natürlich verstehen, dass deine Erfahrung dich verunsichert hat.
        Natürlich liegt die Entscheidung weiter immer bei einem selbst 🙂

        Grüße
        Tobias

  2. Hallo, viele Hölzer sind giftig, so z.B. Goldregen, Eibe, Pfaffenhütchen, Buchsbaum, Stechpalme, Essigbaum, Robinie, Ginster und und und…
    Allerdings kann man sie bedenkenlos benutzen, da sie nach dem Trocknen kaum noch giftige Substanzen abgeben können. Beim Schleifen dieser Hölzer sollte man jedoch eine Atemschutzmaske tragen, da die Stäube Giftstoffe enthalten die der Körper so aufnehmen kann.

  3. H.A. sagt:

    „Ich für meinen Teil, möchte keine potentiell giftigen Hölzer in meiner Küche haben. Und so werden diese Löffel wohl Zier­ge­gen­stand bleiben.“

    Ja, so fühle ich auch Frederik! Aber sowohl das Holz mit seiner wunderschönen Maserung als auch die dazu passende Formgebung erfreuen das Herz. Man kann ja ein kleines durchkreuztes Essenszeichen auf der Rückseite anbringen um sich abzusichern; aber wo? Selbst die Rückseite ist ja so schon und künstlerisch gestaltet.
    Gibt es nicht eine neutralisierende Beschichtung / Imprägnierung Möglichkeit?
    Dieses Holz wirkt ja wie Olivenholz. Ist es auch ähnlich beschaffen?
    Ich verstehe wohl daß solche schönen Hölzer den Künstler heraus fordern sich ihrer anzunehmen.
    Es ist gespannt auf Deine Antwort und auf die nächste Überraschung
    H.A.

    • Frederik sagt:

      Herzlichen dank für deinen ausführlichen Kommentar

      Dieses Holz wirkt ja wie Olivenholz. Ist es auch ähnlich beschaffen?

      Goldregenholz ist farblich zwar ähnlich, aber Olive ist viel dichter und ist nicht ringporig.

      Gibt es nicht eine neutralisierende Beschichtung / Imprägnierung Möglichkeit?

      Genau das habe ich mich auch gefragt, und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich Hartöl zum ölen verwende. Ein Öl das Küchenarbeitsplatten schützt, kann sicherlich auch vor dem Aufnehmen von Kleinstmengen von bedenklichen Stoffen schützen. Für den täglichen Gebrauch würde ich die Löffel trotzdem nicht verwenden.

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