Löffelfertigung im Siegerland

Die ausführliche Beschäftigung mit einem Thema führt mich unweigerlich dazu über die Geschichte bzw. die Herkunft einer Technik oder eines Gegenstandes nach zu denken.

Durch die englisch sprachigen Löffelschnitzer bin ich überhaupt auf dieses Handwerk aufmerksam geworden und bin sehr dankbar für alle Informationen die ich in diversen Blogs, Foren und persönlichen Kontakten erhalten konnte. Dann gibt es noch eine grosse Gruppe Löffelschnitzer in den skandinavischen Ländern, woher auch der Gedanke des Sloid zu uns gelangt.

Doch auch in den deutschsprachigen Ländern muss es Löffelschnitzer gegeben haben. Das zeigen zum einen diverse archäologische Funde und zum anderen solche Beiträge wie der von Herrn Bensberg, in dem er aus einem wissenschaftlichen Bericht von 1781 zitiert. In diesem Bericht von Jung Stilling wird unter anderem erwähnt, dass die Schnitzer ca. 60 Esslöffel am Tag herstellten. Was mich neben der hohen Tagesproduktion erstaunt hat, ist auch, dass diese Löffel nicht nur für einen regionalen Markt hergestellt, sondern international gehandelt wurden.
Der ganze Text von Herrn Bensberg ist hier zu finden: Löffelschnitzerei in Helberhausen

Da die Löffelschnitz- und Grünholzszene in Deutschland nicht sehr gross und vernetzt ist, gibt es noch sehr viel Informationen zu entdecken und zusammen zu tragen. Über jeden Hinweis zu bestehenden Arbeiten über die Geschichte der Grünholzbearbeitung im allgemeinen und dem Löffelschnitzen im besonderen bin ich dankbar. Regionale Besonderheiten sind natürlich sehr interessant.

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