Projekt abgeschlossen

Endlich! Dieses Projekt begann als kleiner Lückenfüller und wurde dann zu einem Staubfänger, Im-Weg-rum-Liegen, Jetzt-keine-Lust Objekt. Immer von einer Kiste in die andere geräumt und doch nie fertig gestellt.

Als ich nach einer Anwendungsmöglichkeit für mein neues Interesse an Leinölfarben suchte, kam mir die glänzende Idee das Teil endlich zu einem guten Ende zu bringen.

Dazu kramte ich die Teile die ich vor ca. 2 Jahren aus Gelbholz geschnitzt hatte hervor. Natürlich vergass ich sie in ihrem aus-der-Kiste-Zustand zu fotografieren. Anhand eines Bildes aus dem Buch „Schnitzen“ von Jögge Sundqvist könnt ihr sicher nachvollziehen wie ich beim Schnitzen vorgegangen bin.

Nach dem Trennen der Stäbe in einzelne Haken (ja es ist nicht nur Gelbholz, wenn schon denn schon) musste ich noch sehr aufwändiges Werkzeug herstellen ohne welches der nächste Arbeitsschritt etwas mühsam wäre.

Die Herstellung des Zapfens ist tatsächlich am einfachsten, wenn man das überschüssige Holz mit einem Messer wegspaltet und dann noch passend schnitzt. Für einen handelsüblichen Zapfenschneider sind die Zapfen zu kurz. Zum Abspalten des Holzes bevorzuge ich ein Messer. Bei der Verwendung eines Stecheisens verläuft der Spalt zu oft. Das Einsägen der Zapfenschulter geschah noch als alles am Stück war, so war das Anlegen an der Sägelade viel einfacher. An den Enddurchmesser sollte man sich herantasten, sonst→ siehe Foto…
Mein unglaublich teures Haltewerkzeug hat wirklich gut funktioniert. Spasseshalber spannte ich auch einen Haken in die Hinterzange – ich bleibe beim „Brett mit Loch“. Wobei auch hier noch Verbesserungspotential da ist. Ein Stück Leder oder Filz würde sicherlich Abdrücke auf den Haken vermeiden.

Als nächstes kam das bearbeitete und mit Leinölfarbe gestrichene Grundbrett ins Spiel. Das Arbeiten mit Leinölfarben ist interessant, ähnlich wie Hartöl und doch etwas eigen. Ich muss noch ein wenig weiter probieren bevor ich mich für oder gegen weiteres Arbeiten mit den Farben entscheide.

In dem besagten Buch von Jögge wird eine Vorgehensweise zum Verkeilen der Zapfen gezeigt die ich hier auch ausprobieren wollte. Jögge sägt dort seine Zapfen nicht ein wie ich es gewohnt bin, sondern verwendet lediglich sein Messer um die Zapfen vorzuspalten und dann den Keil einzutreiben. Bei meinem Versuch scheiterte dieses Verfahren allerdings kläglich. Schon das Vorspalten mit Messer und Klüpfel brachte kaum eine Einkerbung zustande, wie sollte da der arme Keil aus Walnussholz weiter eindringen? Fazit; namibisches Gelbholz ist für diese Methode einfach zu hart.
Macht aber nichts. Gut passende Zapfen und klassischer Weissleim reichen vollkommen aus.

Mit dem Endergebnis bin ich im grossen und ganzen zufrieden. Besonders gefällt mir die Wirkung des gelben Holzes auf dem taubenblauen Brett.  An den beiden Bildern ist gut zu sehen wie unterschiedlich die Farbe je nach Lichteinfall wirkt.

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3 Kommentare zu “Projekt abgeschlossen

  1. Volker sagt:

    Hallo Frederik,
    ist Gelbholz = Gelbholzbaum?
    Wenn ja, wo bekommst du denn das Holz her – das gibt es doch bei uns nicht?

    Die Aufhänger sind übrigens sehr schön geworden!
    Herzlichen Gruß
    Volker

    • Frederik sagt:

      Grüss dich Volker,
      ja, das ist Holz vom Gelbholzbaum.
      Bei meinem letzten Urlaub in Namibia vor zwei Jahren, durfte ich auf einer Farm ein paar Äste absägen.
      Im frischen Zustand ist das bearbeiten etwas unangenehm. Die Späne verhalten sich zum Teil fast wie Glasfaser. Häufig musste ich mir winziges Splitter aus den Fingern ziehen. Als das Holz trocken war konnte ich einen schönen Feinschnitt anbringen und die Finger mussten auch nicht weiter verarztet werden.
      Grüsse
      Frederik

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