Vater und Sohn Projekt

In dem Beitrag über meine Stehlampe ist zur Dekoration auch ein Tischpaar zu sehen das ich euch etwas näher vorstellen möchte.

Vor einem Jahr fragte mich mein Sohn was er denn der Mutter zum Geburtstag schenken könne. Es gab natürlich eine ganze auswahl an Möglichkeiten, aber eine reizte uns besonders. Unser Wohnzimmer sollte um einen kleinen Tisch bereichert werden. Zum Glück hatte ich bereits eine Weile interessante Äste gesammelt, so dass sie nun trocken und verwendbar waren. Zusammen mit einem bearbeiteten Kirschbaumbrett entstand ein Tischchen der vollen Erfolg hatte. Bei dem Bau des ersten Tischchens kam uns die Idee ihn auf Zuwachs aus zu legen und so wusste mein Sohn dieses Jahr ganz genau was er seiner Mutter zum Geburtstag bauen wollte.

Schon sehr früh im Jahr kam er auf mich zu und er fingen damit an die Beine mit Stahlwolle, Messer, Feile und Raspel zu säubern und zu glätten. Damit die Zapfen später schön stramm sitzen lagerten wir die Äste im Büro zum akklimatisieren (O-Ton: „was steht denn hier schon wieder rum“). Um diese ereignislose Zeit zu überbrücken machten wir uns an der Platte zu schaffen. Die Arbeit mit Schrupp-, Schlicht- und Putzhobel war nach einer Weile für ihn dann doch zu anstrengend, aber die Kanten mit dem Ziehmesser und Raspel und Feile zu bearbeiten ging tadellos. Er durfte sich auf der Oberfläche mit der Ziehklinge versuchen, was schon ganz passable Ergebnisse brachte. An die inzwischen gut abgelagerten Beine schnitt er die Zapfen und ich bohrte die passenden Löcher. Die Keile in den Zapfen halfen einige Ungenauigkeiten aus zu gleichen. Leider krachte es bei der Montage einmal recht bedenklich und wir mussten das Missgeschick irgendwie beheben. Nach einigem Überlegen kam mir die afrikanische Drahtkunst in den Sinn und so konnten wir das zweite Tischen mit einem Blickfang sogar noch aufwerten. Das feine Schleifen und ölen brachte die Maserung toll zur Geltung und war für uns der krönende Abschluss… nein, natürlich war die Freude der Beschenkten das schönste. 🙂

Die Arbeitsteilung bei dem ersten Tischchen war Vater > Sohn, beim zweiten Tischchen schon bedeutend mehr in Richtung Vater = Sohn. Bekannte Abläufe und das kontinuierliche Werkeln in der Werkstatt machen sich bemerkbar.

Jedem der die Möglichkeit für solche Projekte mit seinen Kindern oder Enkeln hat sollte sie versuchen zu ergreifen. Es lohnt sich!

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