Werkzeuginspiration

Wie bohrt man mit einem Forstnerbohrer ein Loch,wenn die Zentrierspitze kein Material hat in dem sie geführt werden kann? Wie alle wissen, die das schon mal ausprobiert haben, verläuft der Bohrer fürchterlich und das Holz um die Bohrung ist total zerkaut.

Das provisorische Stopfen der Bohrung mit einem Dübel gibt dem Bohrer seine Fassung wieder. Allerdings garantiert das nicht, dass die beiden Bohrungen konzentrisch zueinander sind (erstes Bild, linke Bohrung), aber das müssen sie sein! Ich würde ja gerne das Sackloch mit dem Forstnerboherer zuerst setzten und dann die Durchgangsbohrung machen, jedoch geht das hier leider nicht.

Wie ich so an meiner Werkbank stehe und über eine mögliche Lösung sinniere, kommen mir die Zapfensenker aus meinem Uhrmacherwerkzeug in den Sinn…

So etwas wäre die Lösung, doch wie soll das gehen?
Und jetzt fiel der Groschen; die Zentrierspitze an meinen FAMAG Bormax Staketenbohrern kann ich ja wechseln!
Also kurz eine Skizze gemacht und dann bei Gelegenheit an der Drehbank in unserer Firma einen Führungszapfen gedreht. Es war mal wieder richtig schön an einer Drehbank zu werkeln und zur Abwechslung Metallspäne fliessen zu sehen.

Nu, was soll ich sagen; es funktioniert so wie gedacht und jetzt kann ich wiederholgenau konzentrische Bohrungen erzeugen.

Und jetzt noch ein Gruppenbild der Ideengeber und dem Ergebnis. Als Grössenvergleich: der Staketenbohrer hat 20mm Durchmesser.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s