Experimentierfeld Vogelhäuschen: Teil 2

Die Grundierung mit Leinöl war nach etwa 5 Tagen genügend durchgetrocknet und so konnte ich mich an das Streichen machen. Dazu verwendete ich wie schon angedeutet Leinölpastenmuster. Diese Leinölpasten müssen 1:1 mit Leinölfirnis verrührt werden um eine streichfähige Farbe zu erhalten. Aus früheren Versuchen wusste ich, dass bei diesen kleinen Mengen sogar mehr Leinöl hilfreich ist.

Das Streichen war eine feine Arbeit und kein Vergleich mit den Lösemittelhaltigen Farben die die Luft so verpesten.
Um den Pinsel nicht auswaschen zu müssen lagerte ich ihn im Wasser zwischen. Da ich das noch nie gemacht hatte verwendete ich vorsichtshalber einen billigen Pinsel zum streichen. Sollte die Farbe doch aushärten wäre nicht all zu viel kaputt.

Die erste Schicht grün war trocken, doch beim drüberschauen fiel mir auf, dass an einigen Stellen die Farbe matt war. Hier hätte ich also durchaus noch ein mal grundieren können, denn an den matten Stellen ist das Leinöl vom Holz aufgesogen worden.

Bevor ich die zweite Farbschicht auftragen konnte, musste der Pinsel aus dem Wasser. Das ging wirklich tadellos, einfach das Wasser abschütteln und den Pinsel auf einem Stück Papier ausstreichen, fertig. Die Farbe selber hatte eine dünne Haut gebildet die ich vorsichtig entfernte.

Komischerweise gab es auf einem der Vogelhäuschen eine Stelle an  der die Farbe abperlte. Ein leichtes anschleifen in der nassen Farbe behob das Problem. Ob da Harz durchgeschlagen war?

Der grüne Anstrich trocknete und daraufhin wurden die Dächer zwei mal mit Rot gestrichen. So langsam zeigte sich, dass der Pinsel sehr billig war, die Borsten fingen an in alle Richtungen ab zu stehen.

Anschliessend die Türen mit Blau und Gelb gestrichen und nach dem Trocknen der Farbe angeschraubt.

Wie ein Leser anmerkte:“ den Vögeln wird es reichlich egal sein wie die Behausungen aussehen“, mir aber gefallen sie. Allerdings hoffe ich, dass die Orte, die ich zum aufhängen ausgesucht habe, den Vögeln passen werden.

 

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3 Kommentare zu “Experimentierfeld Vogelhäuschen: Teil 2

  1. Volker sagt:

    Hallo Frederik,
    Ich mag die Pinselreinigung und Lösungsmittel auch nicht.
    Damit Leinöl Pinsel nicht hart werden, gibt es Leinölseife (z.B. bei Dictum).
    Mit der Seife kann man die Pinsel auswaschen.
    Herzlichen Gruß
    Volker

    • Frederik sagt:

      Moin Volker,
      die Leinölseife verwende ich auch zum reinigen der Pinsel, allerdings wollte ich dieses mal in den Trockenpausen nicht jedes Mal den Pinsel auswaschen. Hat auch super geklappt, nur sollte die Zwinge aus rostfreiem Material bestehen. Das ist aber bei hochwertigen Pinseln meist sowieso der Fall.
      Grüsse, Frederik

  2. potomacker sagt:

    Birds really don’t care about painted surfaces but they do care about drainage and roudh surfaces that they can get their claws into. I always clip the corners of the bottom boards to ensure that no water can collect in the interior during rains. As for making it easier for the birds to grip to the painted surfaces near the opening, I don’t have a simple solution for that.

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