Ahorn als frisches Holz

Wo kommen wir denn hin, wenn dieser Stamm einfach verhäckselt wird?! Das fragte ich mich, als ich erfuhr, dass ein Ahornstamm zu Brennholz bzw. Häcksel werden sollte.

Nach ein paar freundlichen Worten mit meinem Kollegen bekam ich nicht nur das Holz, er half mir kettensägenlosen Mensch mit seiner Kettensäge auch noch mit dem Zersägen in handlichere Stücke.  Daheim angekommen bewunderte ich noch einmal die zwei Stammstücke mit ca 40 cm Durchmesser am Zopfende und setzte mich dann hin um mir darüber im  klaren zu werden, was ich denn mit diesem plötzlichen Segen anfangen sollte.

Wäre es Eichenholz hätte ich es an einen schattigen Ort gelegt und erst ein mal vergessen. Mit einem so heiklen Holz wie Ahorn kann man das natürlich nicht machen! Mir blieb also nichts anderes übrig als das Holz in verwendbare Teile zu zerlegen. Einige Tage wurden mögliche Projekte gewälzt und dann machte ich mich ans aufspalten. In der Holzfachliteratur lernte ich vor einiger Zeit, dass Ahorn sich leicht spalten lässt. Na dann, frisch ans Werk!

Nach den ersten 10 Minuten schwand mein Optimismus, dieser Stamm hatte ganz andere Vorstellungen vom leichten Spalten als ich.
Meine Aluminiumkeile, die bisher wenig Probleme hatten einen Stamm zu spalten, sprangen hier jedes Mal wieder heraus. Zum Glück hatte ich einige schlanke Hartholzkeile, mit denen ich am Stammende einen Spalt öffnen und meine dünnen Kunststoffkeile eintreiben konnte.

Sobald die Kunststoffkeile weit genug eingetrieben waren, griffen auch die Alukeile und der Spalt zog sich sauber bis zum Stammende durch.

Mit der Methode; Holzkeil, Kunstoffkeil und dann Alukeil spaltete ich in den folgenden Tagen den ein Meter langen Stammabschnitt auf. Anschliessend begann ich auch mit dem kurzen Stück, bis mir klar wurde, dass ich, durch andere Aufgaben bedingt, gar nicht dazu kommen würde die bisher ausgespaltenen Teile vorzubereiten bevor sie stark austrockneten.

Also hielt ich inne und begann damit den Markröhrenbereich mit einem Spaltmesser ab zu spalten und mit einer Axt die Teile zu zurichten.

Tja, und damit bin ich nun Stundenweise immer noch beschäftigt und merke jedes Mal, dass das Holz trockener und die Bearbeitung mühevoller wird. Leider kann man es nicht zwingen und ich muss mich in Gelduld üben. So wie viele Landleute landauf, landab jetzt geduldig warten müssen was sich nach den vergangenen Frostnächten von der Blütenpracht noch erhalten hat…

Splitting out some pieces from a maple log I was given. This is a lot more work than I envisioned. I only was able to get into the log by using thin wooden wedges. My aluminium wedges jumped right out of the wood every time I tried to drive them in. Now I am still busy roughing out the pieces and hope I will finish this part of the process before the stuff gets to dry.

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Reste für das Brennholz

Trotz des milden Winters ist es angesichts der aktuellen Wetterlage noch immer notwendig an Brennholz zu denken. Zum Glück fällt ja bei uns Holzwürmern immer wieder etwas ab das sich zum verheizen eignet.

Bevor ich aber diese Reste auf den Brennholzstapel legte sollte eine äusserst unpraktische Notlösung, die so trotzdem fast sechs Jahre Bestand hatte, verändert werden. Mein Kleinholzlagerplatz fiel mir immer wieder auf den Kopf, wenn ein Mindestbestand unterschritten wurde. Selber Schuld, ich könnte ja rechtzeitig für Nachschub sorgen…

Auf Dauer ist das jedoch kein Zustand und da in dem Restholz so einiges Brauchbares vorhanden war sollte etwas Standfesteres her. Im gleichen Atemzug wollte ich noch ein paar klassische Holzverbindungen an Wildholz ausprobieren. In dem Haufen befanden sich Eiche- und Kastanienstücke. Die Kastanie wurde aufgespalten (Kastanie lässt sich wirklich wunderbar spalten) und so hatte ich denn alle Rohmaterialien die nötig waren. Die Masse der Konstruktion standen nur grob fest und wurden immer wieder angepasst 😉

Mit dem Ziehmesser wurden die Hölzer auf Mass gebracht. Obwohl die Kastanie sehr gerade gewachsen war konnte ich nur ein ungefähres Mass einhalten. Wenn man gewissen Stuhlbauern zuschaut ist da noch sehr viel Übungspotential vorhanden.

Die klassischen Verbindungen die ich ausprobieren wollte Weiterlesen