Schwarzdornlöffel

Die Löffel von denen ich im letzten Beitrag berichtete sind endlich alle fertig geworden und jetzt kann ich euch meine Ausbeute zeigen.

2017_frischesholz_145-12

Um das vorhandene Holz optimal aus zu nutzen durfte ich mich nicht auf eine einzige Form festlegen, sondern musste die Löffel dem Holz anpassen. Entstanden sind eine ganze Palette an schönen zweifarbigen Löffeln.
(PS: diese Löffel können zu den Marktplatzbedingungen erworben werden)

I finally finished all the spoons made out of „Swarthaak“. I collected this wood in Namibia as mentioned in my last post.  They turned out nicely and I love them for the strong contrasts between heartwood and sapwood.
(These spoons are open for purchase or trade)


Vorlegelöffelchen
14cm

Joghurtlöffel
links 20cm, mitte 23cm, der Rechte ging schon an den Löffelsammler Norman 😉

2017_frischesholz_145-01

Schöpflöffel
21cm

Schöpfer gerade Kante
12,5cm

Schöpfer rund
13,5cm

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Leffe und Hoanzlbeng – Impressionen

Jetzt ist es schon wieder eine Woche her, dass wir unser erstes Grünholztreffen erleben durften.

Vielen Dank an unsere Kursleiter Karel Hekrle und Jane Mickelborough (Jane reiste spontan aus Frankreich an). Vor allem aber an Tilman Greiner der unser Treffen mit seiner Wippdrechselbank bereicherte, und um alles unter zu bringen, den Weg mit einem Anhänger zu uns machen musste.
Der Jexhof mit seiner charmanten Atmosphäre und den netten und hilfsbereiten Mitarbeitern hat unglaublich viel zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen.

Für uns war es eine dufte Zeit und wir haben uns gefreut neue Gesichter kennen zu lernen. Das Arbeiten am frischen Holz mit Gleichgesinnten ist wirklich immer wieder ein besonderes Erlebnis. So wie es von vielen ausgedrückt wurde hoffen wir auch auf eine Wiederholung des Treffens. Sollte ein neuer Termin feststehen, werden wir ihn rechtzeitig bekannt geben.

Zu guter letzt hier noch ein paar Bilder von unserer „Fotoreporterin“ Kerstin. Viel Spass beim Wiedererleben der schönen Augenblicke.

2016_frischesholz-44 Hoch die Löffel

Der Zeltplatz auf der Obstwiese war schön, bis auf die Mücken

Grundlagen der Axt mit Karel

Esslöffelgestaltung mit Werner

Oberflächendekoration nach alpenländischer und bretonischer Art mit Jane und Frederik

Tilman zeigt den Umgang mit der Wippdrehbank und ein spezielles Werkzeug um Nuten in Grünholzmöbeln her zu stellen

facetierte Teelöffel mit Karel

Grundlagen des Schnitzmessers mit Frederik

Weitere Impressionen

 

 

 

Neue Löffel

Es sind wieder ein paar Löffel fertig geworden die ihren Weg in den Marktplatz gefunden haben. Sie sind aus Kirsche und Wildpflaume. Der kleine Schöpfer war schon bei einer familieninternen Präsentation der meist kommentierte Löffel 🙂

I have finished some spoons that are available in the market square. They are carved from cherry and wild plum. Until now I had the most comments on the little scoop.

2016_frischesholz

Weitere Löffel für meine Sammlung

Für meine kleine Löffelsammlung konnte ich bei der Spänerei in München von Karel zwei sehr schöne Löffel eintaschen. Na ja, einen Löffel und einen kleinen Schöpfer. Beide wunderbar fein ausgearbeitet. Der kleine Schöpfer ist wirklich die Wucht wenn es darum geht leichtes und feines aus einem Behältnis zu schöpfen. Das er letzten Endes im Glas mit selbstgesammelten Tee landet ist nicht erstaunlich da Karel selber gerne Tee trinkt und seine Schöpfer für so feines Gut optimiert sind.

Zusätzlich hier noch ein paar Bilder von meinem Lieblingsschöpferchen. Martin Hazel hat ihn geschnitzt. Bei der vorigen Fotorunde hat er es nicht mit ins Bild geschafft. Dafür dies mal!

Marktplatz

Ich hätte nie gedacht, dass ich mir über einen Marktplatz einmal den Kopf zerbrechen würde. Warum auch, Marktplätze sind Sache der Gemeinden. In diesem speziellen Fall allerdings bin ich die Gemeinde und der Marktplatz befindet sich auf meinem Blog. Und dann sollte man sich allerdings Gedanken zu dem Thema machen.

Ich bekomme immer wieder Anfragen zu Bildern meiner Löffel. Am einfachsten wäre es da einen Laden auf meinem Blog ein zu richten und die Frager darauf zu verweisen. Doch will ich das? Auf diesem Blog?

Bisher habe ich alle Anfragen nach komerziellen Kooperationen abgelehnt, da ich diesen Blog als kostenfreie Informationsquelle für alle die sich mit der Grünholzarbeit beschäftigen möchten, betrachte. Ich erwähne Werkzeuge und Hersteller, ob Einzelkämpfer oder Firmen, weil ich das Werkzeug gut finde und nicht weil ich in irgend einer Form dafür vergütet werde. Hier werden Kurse oder Veranstaltungen vorgestellt da ich mich mit dem Zweck identifizieren kann oder das Angebotene fördern will, aber nicht weil ich mich irgendwem gegenüber verpflichtet fühle.

Ich fragte mich, wie ich dem Bedürfnis nach einfacherer Präsentation der Gegenstände und meiner Abneigung diesen Blog zu komerzialisieren gerecht werden könne. In meinen Überlegungen tauchte dabei immer wieder der Marktplatz auf. Nicht weil es auf einem Marktplatz nicht um Kommerz ginge. Nein, natürlich wollen fast alle die auf einem Markt unterwegs sind handeln und ihre Ware an den Mann bringen. Doch dabei kommt etwas Wesentliches zum Tragen. Das Gespräch, der Handel!

Ich möchte es einmal ausprobieren ob sich dadurch, dass ich meinen Gegenüber anrege nachzudenken und mir vielleicht sogar Etwas anzubieten das ich brauchen könnte, eine tiefere Beziehung zu den erhandelten Gegenständen und dem Handwerker entsteht.

Manch einer wird argumentieren, dass dieses Vorgehen zu umständlich sei und dadurch mancher Verkauf oder Handel nicht stattfinden wird. Das stimmt, aber muss ich denn Löffel oder sonstige Gegenstände verkaufen? Nein, muss ich nicht, ich kann mir die Freiheit nehmen sie einfach ohne Verkaufszwang zu schnitzen und vielleicht hier im Marktplatz zu zeigen. Solange ich das kann freue ich mich und geniesse es.

Wie sich der Marktplatz entwickeln und verändern wird muss die Zukunft zeigen. Bis dahin freue ich mich über eure Gedanken zu diesem Thema.

Spänerei aufräumen

Vergangenes Wochenende waren wir zu dritt und verwandelten etliches Holz in Späne, aber auch in interessante Objekte.

Dafür das wir in Werners Haus Späne in alle Winkel tragen durften kamen Karel und ich von weit her angereist. Karel machte sich von Tschechien aus auf den Weg, während ich von Schaffhausen aus aufbrach.
Kaum angekommen, wurde das vorhandene und mitgebrachte Holz geprüft und vorbereitet. Nach einer kurzen Diskussion entschieden sich Karel und Werner als Einstieg für eine Kuksa, während ich mich dezent mit einem Löffel beschäftigte. Das leckere Mittagessen gab  die erste Gelegenheit die mitgebrachten Werke zu bewundern.

Dabei zeigte Karel einen kleinen Schöpfer der fast fertig war und der mich so faszinierte, dass ich einen ähnlichen im Laufe des Tages machen wollte. Dazwischen musste ich aber wieder einmal versuchen ein unmögliches Stück Holz zu einem Löffel zu verarbeiten. Das führte zwar zu einem interessanten, aber nicht wirklich befriedigenden Ergebnis.

Zwischendurch wurden wir von Werner und seiner Frau mit leckeren Stärkungen erfrischt. So konnten wir mit immer neuen Kräften weiter schnitzen. Vielen Dank dafür!

Gegen Abend zeigte sich so langsam, dass wir uns nicht nur auf der Veranda breit gemacht sondern auch einiges an Holz umgewandelt hatten. Der Name „Spänerei“ für unser kleines Treffen bewahrheitete sich also 😉

Nach dem Aufräumen war natürlich nicht Schluss mit dem Thema schnitzen und Löffel, nein, es wurde bis tief in die Nacht gefachsimpelt.

Ich möchte mich bei Werner und seiner Familie für die Gastfreundschaft bedanken. Wir haben uns wirklich wohl gefühlt und ich hoffe auf eine Wiederholung. Danke Karel, dass du die weite Fahrt gemacht hast. Es war schön mit dir zu schnitzen.

Zu guter Letzt noch unsere gesammlten Werke aus Kirsche, Apfel und Blutpflaume.