Projekt abgeschlossen

Endlich! Dieses Projekt begann als kleiner Lückenfüller und wurde dann zu einem Staubfänger, Im-Weg-rum-Liegen, Jetzt-keine-Lust Objekt. Immer von einer Kiste in die andere geräumt und doch nie fertig gestellt.

Als ich nach einer Anwendungsmöglichkeit für mein neues Interesse an Leinölfarben suchte, kam mir die glänzende Idee das Teil endlich zu einem guten Ende zu bringen.

Dazu kramte ich die Teile die ich vor ca. 2 Jahren aus Gelbholz geschnitzt hatte hervor. Natürlich vergass ich sie in ihrem aus-der-Kiste-Zustand zu fotografieren. Anhand eines Bildes aus dem Buch „Schnitzen“ von Jögge Sundqvist könnt ihr sicher nachvollziehen wie ich beim Schnitzen vorgegangen bin.

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Spoonfestkurs mit Jögge Sundqvist: ein Gastbeitrag

Ein Novum auf diesem Blog!
Der erste Gastbeitrag überhaupt hier. Werner Fuchs stellt seine Erfahrungen im Schnitzkurs mit Jögge Sundqvist vor.
Ich wünsche eine unterhaltsame Lektüre.

Spoonfest 2014 – Prefest Course mit Jögge Sundqvist

Nachdem es Frederik dieses Jahr nicht möglich war zum Spoonfest zu kommen, hat er mich gebeten zumindest einen kurzen Bericht darüber abzuliefern – so entstand mein erster Gastbeitrag auf Frederiks Blog. Mein Fokus liegt hier auf dem 2,5 – tägigen Kurs mit Jögge Sundqvist.

Ich habe Jögge das erste Mal vor gut zwei Jahren in England getroffen und war schon damals von seiner Art andere zu begeistern beeindruckt. Als dann dieses Jahr sein Name auf der Liste der Prefest-Kurse auftauchte, war ich einfach zu neugierig um etwas anderes zu buchen (was dieses Jahr eine wirklich schwierige Entscheidung war). Im Bereich Grünholzbearbeitung ist er sicherlich einer der bekanntesten und erfahrensten Kursleiter; deshalb hat es mich auch brennend interessiert wie er seine Kursteilnehmer anleitet, auch in der Hoffnung etwas für meine eigenen Kurse verwenden zu können.

Um dem Ganzen etwas vorzugreifen, der Kurs war herausragend, ich kann nur jedem, der sich für Löffel oder ähnliches aus Grünholz begeistern kann und ein bisschen Erfahrung mitbringt empfehlen einen Workshop mit Jögge zu buchen.

Es hört sich erst einmal ziemlich simpel an, wenn man sagt, dass man zu einem Kurs fährt, um zu lernen wie man traditionelle Holzlöffel schnitzt. Tatsächlich ist es eine größere Herausforderung als so manches andere, was ich so aus Holz mache. An einem Löffel gibt es keine Möglichkeit etwas zu verstecken, jede Fläche und jede Kante, die man bearbeitet zählt. Einer der großen Schwerpunkte in Jögges Kursen ist ganz eindeutig die Formgebung – wenn man verstanden hat, was Jögge über Design und Funktion erzählt, bekommt man ein anderes Gefühl dafür, das richtige Holz auszusuchen (ob man das immer hat, steht auf einem anderen Blatt) und aus diesem Stück Holz auch das Bestmögliche zu machen. Es ist etwas mehr als nur das pure Schnitzen eines Griffs und das Aushöhlen der Laffe, die Formgebung entscheidet darüber ob ein Löffel entsteht oder ein zukünftiger Grillanzünder. Seine Erläuterungen zu dem Thema wo und wie sich die einzelnen Elemente eines Löffels treffen und wie sie sich gegenseitig beeinflussen waren wirklich lehrreich.

Ein weiterer Schwerpunkt in Jögges Kurs war der Umgang mit den Werkzeugen, speziell mit dem Messer. Die Technik mit den beiden Messern so effektiv wie möglich umzugehen ist eines seiner wichtigsten Anliegen. Die einzelnen Griffe, die er hier anwendet sind mehr oder weniger Ganzkörperübungen, die vermeiden, dass man Stunde um Stunde mit der Produktion von kleinen
Spänchen verbringt. Jögge will das Holz Weiterlesen